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Spaterkrankung beim Pferd, Knochenspat


Die häufigste Ursache für Lahmheiten der Hintergliedmaße beim Pferd ist eine Spaterkrankung.


Wie äußert sich Spat beim Pferd? Worauf kann ich achten?


In der Regel entwickelt sich die Lahmheit eines Pferdes mit Knochenspat über einen längeren Zeitraum. Bei höherer Belastung verstärkt sich die Lahmheit, wird das Pferd geschont, tritt in der Regel eine Besserung ein.


Nicht immer ist eine Lahmheit sichtbar. Hinweise können sein, dass ein Pferd ungern springt oder verweigert, Wendungen und Stopps werden schlechter ausgeführt oder führen zu Widersetzlichkeit. Viele Pferde haben Schwierigkeiten die Hinterbeine länger aufzuheben.

Im Gangbild einer fortgeschrittenen Spaterkrankung verkürzt sich die Vorführphase und wird vor allem flacher. Dadurch kommt es zu einer Zehenfußung und einem schleifen der Zehe. Im Laufe der Zeit wird die Zehe immer kürzer und die Trachte dadurch höher. In der Regel ist die Spatlahmheit direkt nach einer Ruhepause kurz starker, bei geringeren Ausprägungen laufen sich die Pferde meist ein.

Bei schweren Fällen kann sich das Gangbild jedoch verschlechtern.


Beobachtet man das Gangbild, sieht man dass die Muskulatur des erkrankten oder stärker erkrankten Beines in der Stützbeinphase schneller erschlafft, um die Lastaufnahme zu verringern.



Außerdem wird oftmals versucht durch ein höher schieben des Hüftgelenkes, die Sprunggelenksbeugung zu reduzieren. Diesen Bewegungsablauf kann man von hinten beobachten.

Das Bein wird dann mit minimaler Beugung vorgeführt, das Hüftgelenk kommt deutlich höher.

Oftmals sind außerdem die Hufe oder das Eisen auf der seitlichen Seite vermehrt abgenutzt, da die Fußung über die Außenkante mit weniger Schmerzen verbunden ist, denn die Erkrankung beginnt meißt auf der Innenkante des Gelenks.


Auf dem Röntgenbild seht ihr das Sprunggelenk eines 4 jährigen Wallaches, den ich vor 1,5 Jahren kaufen wollte. Erstaunlicherweise war er in der Beugeprobe negative, hatte dann aber leider einen sehr deutlichen Befund eines osteolytischen Spates. Wisst ihr warum so junge Pferde bereits einer Arthrose im Sprunggelenk vorweisen? Wodurch wird das begünstigt?


Dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.

 
 
 

3 Kommentare


Tyree
Tyree
21. Juni

Vielen Dank für diesen hervorragenden Beitrag über Knochenspat beim Pferd! Ihre Ausführungen sind nicht nur sehr gut geschrieben, sondern der Inhalt ist von hoher Qualität. Ich schätze es wirklich, wenn sich jemand die Mühe macht, solch detaillierte und informative Artikel zu verfassen. Was mich besonders berührt hat, ist die Tatsache, dass ich mich in der Beschreibung der Symptome und der Entwicklung der Spaterkrankung sofort wiedererkannt habe. Das ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, und Ihr Artikel hat mir geholfen, vieles besser zu verstehen. Ich würde wirklich gerne noch mehr über dieses Thema erfahren. Es wirft viele Fragen auf, besonders im Hinblick auf Prävention und mögliche Behandlungsansätze, die über das hinausgehen, was man oft hört. Ich werde diesen…


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Absolut richtig, was Sie bezüglich des Knochenspats beim Pferd schreiben. Anfangs war ich auch eher skeptisch, als das Thema bei einem meiner Pferde aufkam. Es ist gut, dass Sie diesen Punkt ansprechen, denn tatsächlich ist die spätere Erkrankung oft stark kontextabhängig. Man kann nicht pauschal sagen, dass sie immer nur bestimmte Ursachen hat. Der Inhalt zu diesem Thema ist wirklich stark und hat mir viel gebracht. Ich habe wirklich etwas Neues gelernt und schätze Ihren Beitrag sehr. Haben Sie denn vielleicht einen Folgeartikel zum Thema Knochenspat beim Pferd geplant? Das würde mich brennend interessieren, da ich glaube, dass es noch viele Aspekte gibt, die man beleuchten kann. Ich komme auf jeden Fall später noch einmal auf diesen Beitrag zurück. Vielen…


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Mitchel
Mitchel
18. Juni

Dieser Artikel über Knochenspat beim Pferd ist wirklich klasse, vielen Dank dafür! Die Art und Weise, wie Sie die Informationen aufbereitet haben, ist so klar und verständlich, dass man sofort merkt, wie viel Mühe und Fachwissen dahintersteckt. Es ist erfrischend, auf solch qualitativen Inhalt zu stoßen, der nicht nur informiert, sondern auch Respekt für das Thema und die Leser zeigt. Ich musste sofort an einen Bekannten denken, der gerade mit einem ähnlichen Problem kämpft. Die Überlegungen, wie man auch bei fortgeschrittenen Stadien noch etwas bewirken kann, sind Gold wert. Ich habe nämlich selbst eine ähnliche Erfahrung gemacht, wenn auch in einem anderen Kontext, und weiß, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben. Es ist beruhigend zu sehen, dass es Wege gibt,…


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